Dienstag, 22. November 2011

Zum Nachlesen

Im Seminar „Journalistische Kernkompetenzen im New Media Journalism“ haben wir uns zum einen intensiv mit zehn Tools, Mash-Ups und Social-Media-Anwendungen beschäftigt. Zum anderen haben wir anhand der journalistischen Tätigkeiten, die Walther von La Roche definiert, die neuen Anforderungen an Journalisten einzuordnen versucht. Unsere Ergebnisse haben wir gebloggt und teilweise auch getwittert. Zentrale Begriffe im aktuellen Onlinejournalismus sind „kuratieren“, „multimediales Storytelling“ und de.wikipedia.org/wiki/Augmented_Reality „Augmented Reality“. Als weitere Kompetenzen haben wir identifiziert
  • kommunizieren (online, via Social Media etc.), sich in Nutzerperspektive versetzen können
  • im Spannungsfeld von äußeren Einflüssen (Unternehmenskommunikation!) und Journalismus agieren
  • neue Tools softwaretechnisch beherrschen
  • Medien und Medienmacher als Marke präsentieren, um am Markt zu bestehen (vgl. auch diesen Beitrag von Horst Pöttker zur Ökonomisierung.


Zur Klausurvorbereitung lesen Sie bitte unser Blog noch einmal durch und folgen Sie den angegebenen Links. Viel Spaß und Erfolg!

Freitag, 18. November 2011

Issuu: Blättern wie im Buch

Was ist das?
issuu.com stellt eine kostenlose Dienstleistung zur Verfügung, die es ermöglicht, sich die sperrigen PDF-Dateien online anzuschauen. Die Angebote zum ersten Kennenlernen der Blätter-Funktion, einen Tutor, wie es funktioniert und weitere Specials findet man bereits auf der Startseite. Die Inhalte werden im Browser im Vollbild-Format dargestellt und es entsteht in der Tat ein durchaus user-freundlicher Eindruck einer Zeitschrift, die man per Mausklick durchblättert.

Wie geht das?
Für die nicht besonders Internet-Bewandten empfiehlt es sich, sich vor dem Benutzen weiter zu informieren. Wer seinen Inhalt teilen möchte, sollte sich bei issuu anmelden, die PDF hochladen und veröffentlichen.

Für wen ist issuu.com gedacht?
Grundsätzlich für jeden, der sich beim Dienstleiter einloggt und seinem Gegenüber die Zeit fürs Runterladen sparen möchte. Den Dienst gebrauchen nicht nur Massenmedien
wie der Spiegel, sondern auch jeweilige Interessenten, die damit dem Nutzer das Verweilen auf ihrer Seite angenehm gestalten möchten.

Neu, aber nicht ganz neu
Der Service von issuu.com scheint im Internet keine Innovation zu sein - Wikipedia serviert einem fünf weitere ähnliche Dienstleister. issuu.com scheint sich unter den aktiven professionellen Nutzern besser durchgesetzt zu haben.

Soziale Netzwerke werden Mobil – das Beispiel Aka-Aki

Wo ein Mensch ist, findet sich heute auch meistens ein Handy. Das macht sich Aka-Aki zu Nutze. Das 2007 von fünf Berliner Studenten entwickelte Soziale Netzwerk will mehr als Facebook oder Google+. Es bietet zwar ähnliche Funktionen auf seiner Webseite, nutzt aber zusätzlich die Fähigkeiten von Handys und Smartphones. Diese senden nämlich über Bluetooth – sofern der Dienst aktiviert ist – stets im Umkreis von rund 10 Metern eine Art digitale Aura. Trifft diese auf eine fremde Aura spricht man bei Aka-Aki von einer Begegnung. Diese Begegnungen kann man dann auf der Webseite von Aka-Aki nachvollziehen und aus der nur digitalen Überschneidung eine reale Begegnung machen – natürlich sofern man die öffentlich sichtbaren Interessen, die sexuelle Ausrichtung, die Flirtbereitschaft, Alter und Aussehen der Teilnehmer ansprechend genug findet. Aka-Aki ist für seinen Erfolg also mehr noch als Facebook auf die Ehrlichkeit der Teilnehmer in Bezug auf Ihre Angaben angewiesen. Sie müssen zudem wohl auch noch stärker darauf achten, wie sie sich verhalten. So sollten sie sich auf Aka-Aki eher nicht über das Gelaber des Gegenübers in der Strassenbahn auslassen – vielleicht begegnet man dem schneller als einem lieb ist.

Eine Übersicht über zahlreiche Presseartikel zum Thema auf der Webseite von Aka-Aki finden Sie hier.


Cyclopedia: Augmented Reality - Anwendung für das iPhone

Cyclopedia ist eine App für das iPhone 3GS. Sie benutzt die iphone-Kamera, den Kompass und GPS-Koordinaten um ein virtuelles Abbild der Umwelt zu schaffen und greift zu auf tausende Artikel aus Wikipedia, die mit Geotags versehen sind. Beim Betrachten der Umgebung durch die Kamera zeigt die Applikation dann Wissenswertes zum jeweiligen Ort auf. Man kann auf den Titel klicken um einen kurzen Überblick über den Artikel zu bekommen. Möchte man noch weitergehende Informationen beziehen, reicht ein Tippen auf den eingeblendeten Hinweis und man bekommt tiefergreifendes Wissen direkt aus der Wikipedia.

Das Prinzip erinnert an Wikitude, einer App für Android-Handys. Leider ist die Anzahl der Artikel mit Geotags bei Wikipedia nicht so hoch, dass man in seiner gewohnten Umgebung wirklich irgend etwas Neues entdecken würde. Aber wenn man eine neue Stadt besucht, die auch bei Wikipedia-Autoren beliebt ist, kann die App gute Tipps liefern. Die Suchparameter der Software lassen sich einstellen. Auch das Ausgabeformat ist wählbar: Beispielsweise kann eine Karte eingeblendet werden. Direkte Suchergebnisse ohne Geodaten lassen sich ebenfalls abrufen.

Hier findet man eine Demoversion...

Die Wolken-Kiste: box.net holt auf

„Size matters“ behauptet der amerikanische „Wolken-Anbieter“ box.net in seiner neuesten Marketing-Offensive und verheisst 50 GB freien Speicherplatz. Aber auch nach 50 Tagen verbleiben immerhin noch 5 GB freier Speicherplatz.

Jederzeit und überall, auch für Freunde

Cloud-computing heisst das Zauberwort, womit Ubiquität real existiert. Die Dateien werden ein Mal auf den zentralen Server hochgeladen und sind dann auf allen Endgeräten zugänglich. Dies selbstverständlich mit einer kostenlosen App (Smartphones und Tablets). Daten und Unterlagen werden so jederzeit zugänglich, ohne lästige Versionenprobleme.

In separat angelegten Ordnern kann man die Dateien auch mit anderen Personen teilen, ohne dass diese Mitglied sein müssen: Link zum öffentlichen Ordner versenden – fertig. Ansonsten sind die Daten passwortgeschützt und werden kodiert übermittelt.

Kein Haken..?

5 GB sind viel für private Zwecke, wenn man sich die Konkurrenz anschaut. Für berufliche Zwecke wird’s dann enger. Die kostenpflichtigen Dienste starten ab 15$/Monat für maximal 500 User und einem Speicherplatz von 1‘000 GB. Und selbstverständlich sind die Daten nur erreichbar, wenn die mobilen Endgeräte ans Internet angeschlossen sind (W-Lan).

Übersicht der aktuellen Web-Speicher-Anwendungen (Chip.de)

Homepage von box.net

Dipity: Chroniken und Timelines

Dipity ist eine digitale Zeitleisten-Webseite. Mit Dipity können ansprechende und übersichtliche Zeitleisten erstellt und in Webseiten bzw. Diensten des Social Web eingebunden werden. Dabei können sowohl Fotos, Videos als auch Texte auf dem Zeitstrahl integriert werden. Mit Hilfe von Zoom-Werkzeugen können einzelne Einträge vergrößert werden. Auch auf externe Seiten kann auf der Zeitleiste verwiesen werden. Der Zeitstrahl ist multimedial.

Daten frisch gemixt - by Google


Lange Zahlenreihen zu analysieren und miteinander zu vergleichen ist oftmals mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden. Einfacher geht es, wenn die Inhalte visualisiert werden. Google leistet mit seinem Public Data Explorer (Betaversion) einen Beitrag dazu. Was das Tool alles kann:

  • Aus ausgewählten, öffentlich verfügbaren Datensätzen, viele davon zu makroökonomischen Themen, Diagramme und Grafiken erstellen
  • Eigene hochgeladene Datensätze analysieren und visualisieren
  • Darstellung in Kurven- und Säulendiagrammen, auf geografischen Karten und mit Bubbles
Ein Beispiel ist hier zu finden. Verglichen wird, wie der Schadstoffausstoss und die Fruchtbarkeitsrate verschiedener Länder zusammenhängen. Allerdings zeigt dieses Beispiel auch auf, dass möglicherweise falsche Schlussfolgerungen gezogen werden könnten: es dürfte nicht allein der Kohlendioxidusstoss  sein, der die Fruchtbarkeit mindert.

Fazit: Google hilft, aber denken muss man immer noch selbst.